{
    "title": "DR Kongo: \u00c4rzte ohne Grenzen warnt vor gef\u00e4hrlichen Verz\u00f6gerungen bei der Eind\u00e4mmung der Ebola-Krankheit ",
    "modified_at": "2026-06-15 14:53:22",
    "published_at": "2026-06-15 14:24:00",
    "url": "https://msf-switzerland.prezly.com/dr-kongo-arzte-ohne-grenzen-warnt-vor-gefahrlichen-verzogerungen-bei-der-eindammung-der-ebola-krankheit",
    "short_url": "http://prez.ly/fMId",
    "culture": "de_CH",
    "language": "DE",
    "slug": "dr-kongo-arzte-ohne-grenzen-warnt-vor-gefahrlichen-verzogerungen-bei-der-eindammung-der-ebola-krankheit",
    "body": "<p><strong>Einen Monat nach der Best&auml;tigung des Ausbruchs der Ebola-Krankheit im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind die Voraussetzungen zur Eind&auml;mmung der Epidemie weiterhin v&ouml;llig unzureichend. Es fehlt an Diagnostik sowie an effektiver &Uuml;berwachung und Kontaktnachverfolgung. Zudem werden viele Menschen vor Ort nicht ausreichend in die Notfallmassnahmen einbezogen. Das erschwert auch die Arbeit von Hilfsorganisationen erheblich.</strong></p><p>&laquo;Die Massnahmen zur Eind&auml;mmung hinken dem Ausbruchsverlauf hinterher&raquo;, sagt Kate White, medizinische Notfallkoordinatorin von &Auml;rzte ohne Grenzen in der Demokratischen Republik Kongo. &laquo;Niemand kennt das tats&auml;chliche Ausmass und niemand weiss ganz genau, wo im Land sich die durch das Bundibugyo-Virus verursachte Krankheit weiter ausbreitet. Klar ist aber: In der Provinz Ituri sind die meisten Behandlungszentren &uuml;berlastet<em>.</em> Viele Betroffene kommen erst zu uns, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. Und die meisten waren zuvor nicht als Kontaktpersonen Erkrankter identifiziert worden.&raquo;</p><p>Auf die Provinz Ituri entfallen fast 95 Prozent der bisherigen F&auml;lle, aber auch in den Provinzen Nord-Kivu und S&uuml;d-Kivu breitet sich die Krankheit weiter aus. Unter der Leitung des kongolesischen Gesundheitsministeriums unterst&uuml;tzen verschiedene internationale Partner die Eind&auml;mmungsmassnahmen. &Auml;rzte ohne Grenzen ist mit fast 600 Mitarbeitenden in den drei Provinzen im Nothilfeeinsatz. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage sind einige Gemeinden schwer zu erreichen. Aber auch in anderen Gebieten bleiben die Massnahmen unzureichend. </p><p>In den von der Epidemie betroffenen Gebieten leben Millionen Menschen, die seit Jahrzehnten von anhaltenden Konflikten betroffen sind. Viele wurden durch die Gewalt wiederholt vertrieben. Die Gesundheitsversorgung ist mangelhaft und humanit&auml;re Hilfe erreicht die Menschen nur eingeschr&auml;nkt. All dies schafft ein Umfeld, das die Ausbreitung des Virus beg&uuml;nstigt.</p>\n    <figure\n        class=\"release-content-image release-content-image--contained release-content-image--align-center\"\n        data-component=\"image-zoom-popup\"\n        data-image-zoom-popup-selector=\".release-content-image__image\"\n        data-image-zoom-popup-i18n=\"data:application/json;base64,eyJEb3dubG9hZCI6IkRvd25sb2FkIn0=\"\n        data-image-zoom-popup-tracking-views-event=\"Story Image View\"\n        data-image-zoom-popup-tracking-download-event=\"Story Image Download\"\n        data-image-zoom-popup-placement=\"content\"\n    >\n        <div class=\"image-thumbnail-rollover\" style=\"width: 100%\">\n            <img\n                src=\"https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/resize/1200x/-/format/auto/\"\n                                    srcset=\"https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/resize/1200x/-/format/auto/ 1x, https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/resize/2400x/-/format/auto/ 2x\"\n                                class=\"release-content-image__image image-thumbnail-rollover__image\"\n                data-description=\"\"\n                id=\"image-842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80\"\n                data-id=\"842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80\"\n                data-original=\"https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/inline/no/Sicherheitsmassnahmen+im+Ebola-Behandlungszentrum+von+%C3%84rzte+ohne+Grenzen+am+Standort+Munigi+in+Goma.+-+Copyright+Daniel+Buuma.jpg\"\n                data-mfp-src=\"https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/resize/1200x/-/format/auto/\"\n                alt=\"Story image\"\n            />\n            <div class=\"image-thumbnail-rollover__caption\">\n                <svg class=\"icon icon-expand image-thumbnail-rollover__caption-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-expand\"></use>\n            </svg>            </div>\n        </div>\n\n        <figcaption class=\"release-content-image__caption\"></figcaption>\n    </figure>\n<p>Den Gesundheitsbeh&ouml;rden der Demokratischen Republik Kongo zufolge gibt es im Land bisher mehr als 780 best&auml;tigte Erkrankungen und mehr als 180 Todesf&auml;lle. Aus Sicht von &Auml;rzte ohne Grenzen bilden diese Zahlen m&ouml;glicherweise nur einen Ausschnitt der tats&auml;chlichen Lage ab: </p><p>&laquo;Eine der gr&ouml;ssten Schwachstellen sind nach wie vor die mangelnden Testkapazit&auml;ten. Dabei wurden die Laborkapazit&auml;ten j&uuml;ngst verst&auml;rkt und inzwischen sind hunderte mobile Diagnoseger&auml;te im Osten des Landes angekommen, die speziell f&uuml;r das Bundibugyo-Virus entwickelt wurden&raquo;, sagt White. &laquo;In vielen Gemeinden sind aufgrund der Sicherheitslage aber keine Diagnoseger&auml;te verf&uuml;gbar. Und in den Behandlungszentren ist die Arbeit dadurch erschwert, dass Laborergebnisse oft erst mit grosser Verz&ouml;gerung eintreffen. Es braucht dringend schnelle, fl&auml;chendeckende Testkapazit&auml;ten.&raquo;</p><p>&laquo;Dieser Ausbruch kann noch unter Kontrolle gebracht werden, aber das Zeitfenster f&uuml;r die Massnahmen wird immer kleiner&raquo;, sagt Frederic Lai Manantsoa, Notfallkoordinator von &Auml;rzte ohne Grenzen in der Demokratischen Republik Kongo. &laquo;Wir fordern die Beh&ouml;rden und alle an den Eind&auml;mmungsmassnahmen beteiligten Akteure dringend auf, die Mobilit&auml;t des Gesundheitspersonals und den Transport von Hilfsg&uuml;tern zu erleichtern. Nur so kommen wir zu einer Reaktion, die dieser Krise gerecht wird.&raquo;</p><p>Die Teams von &Auml;rzte ohne Grenzen in Ituri berichten von Angst und Misstrauen in den Gemeinden. Dieses Misstrauen richtet sich zum Teil auch gegen die medizinischen Notfallteams. </p><p>&laquo;Es reicht nicht aus, den Menschen die Krankheit zu erkl&auml;ren. Man muss ihren Sorgen Geh&ouml;r schenken und sie in die Ausgestaltung der Hilfsmassnahmen einbinden&raquo;, sagt Lai Manantsoa.</p><p>Um m&ouml;glichst viele Menschenleben zu retten, ist es essenziell, dass neben den Notfallmassnahmen auch die grundlegende Gesundheitsversorgung aufrechterhalten wird.</p><p>&laquo;Schwangere brauchen weiterhin Vorsorgeuntersuchungen. Kinder brauchen weiterhin Impfungen. Menschen mit Malaria und Cholera m&uuml;ssen weiterhin behandelt werden.&raquo;, sagt White. &laquo;Wenn wir den Zugang zur routinem&auml;ssigen Gesundheitsversorgung sichern, tragen wir auch dazu bei, die &Uuml;berwachung in Bezug auf das Ebola-Virus zu st&auml;rken.&raquo; </p><p>&Auml;rzte ohne Grenzen entsendet derzeit auch Teams in abgelegenere und unsichere Gebiete, in denen es erste Warnmeldungen zu m&ouml;glichen Ebola-F&auml;llen gab. </p><p>***</p><p><em>Teams von &Auml;rzte ohne Grenzen haben seit Beginn des Ausbruchs Behandlungszentren in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu und S&uuml;d-Kivu eingerichtet, darunter in Bunia, Mongbwalu, Komanda, Goma, Bukavu und Lwiro. Weitere Isolations- und Behandlungsstationen sind in Vorbereitung. Die Organisation hat ausserdem ihre Massnahmen zur Infektionspr&auml;vention und -kontrolle verst&auml;rkt und engagiert sich unter anderem in der Einbindung von Gemeinden, der Unterst&uuml;tzung von &Uuml;berwachungsmassnahmen und der Schulung von Gesundheitspersonal. Fast 600 Mitarbeitende sind an dem Einsatz gegen den Ausbruch der Ebola-Krankheit beteiligt. Hunderte Tonnen an Ausr&uuml;stung und Medikamenten wurden in die betroffenen Gebiete geschickt. </em></p><p><em>Parallel zu diesem Einsatz engagiert sich &Auml;rzte ohne Grenzen weiterhin f&uuml;r eine unparteiische medizinische Versorgung der Menschen in der gesamten Demokratischen Republik Kongo und ist dort in 16 der 26 Provinzen t&auml;tig.</em></p><div class=\"release-content-contact\" id=\"contact-8e14f2fc-3797-49d7-8a7a-e4d2935796d0\">\n    \n    <div class=\"release-content-contact__details\">\n        <strong class=\"release-content-contact__name\">Yvonne Eckert</strong>\n        <em class=\"release-content-contact__description\">Press Officer, M&eacute;decins Sans Fronti&egrave;res (MSF)</em>\n        <ul class=\"release-content-contact__details-list\"><li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"mailto:yvonne.eckert@geneva.msf.org\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"yvonne.eckert@geneva.msf.org\"><svg class=\"icon icon-paper-plane release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-paper-plane\"></use>\n            </svg>yvonne.eckert@geneva.msf.org</a></li>\n<li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"tel:+41 044 385 94 31\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"+41 044 385 94 31\"><svg class=\"icon icon-phone release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-phone\"></use>\n            </svg>+41 044 385 94 31</a></li></ul>\n    </div>\n</div><div class=\"release-content-contact\" id=\"contact-10f9dc09-8d1c-402f-abc7-8d0a10aa9d6c\">\n    \n    <div class=\"release-content-contact__details\">\n        <strong class=\"release-content-contact__name\">Jeremias Schnyder</strong>\n        <em class=\"release-content-contact__description\">Team Public Engagement</em>\n        <ul class=\"release-content-contact__details-list\"><li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"mailto:jeremias.schnyder@geneva.msf.org\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"jeremias.schnyder@geneva.msf.org\"><svg class=\"icon icon-paper-plane release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-paper-plane\"></use>\n            </svg>jeremias.schnyder@geneva.msf.org</a></li>\n<li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"tel:+41 44 385 94 58\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"+41 44 385 94 58\"><svg class=\"icon icon-phone release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-phone\"></use>\n            </svg>+41 44 385 94 58</a></li></ul>\n    </div>\n</div><p>&nbsp;</p>",
    "images": [
        {
            "caption": "",
            "original": "https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/",
            "medium": "https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/preview/500x500/-/format/auto/",
            "small": "https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/preview/200x200/-/format/auto/",
            "thumbnail": "https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/preview/100x100/-/format/auto/",
            "square": "https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/scale_crop/200x200/center/-/format/auto/",
            "squaresmall": "https://cdn.uc.assets.prezly.com/842f7da4-2ef2-4241-841e-c7df32077c80/-/scale_crop/58x58/center/-/format/auto/"
        }
    ],
    "contacts": [
        {
            "name": "Yvonne Eckert",
            "company": "M\u00e9decins Sans Fronti\u00e8res (MSF)",
            "description": "Press Officer",
            "email": "yvonne.eckert@geneva.msf.org",
            "website": null,
            "address": null,
            "telephone": "+41 044 385 94 31",
            "mobile": null,
            "twitter": null,
            "facebook": null
        },
        {
            "name": "Jeremias Schnyder",
            "company": null,
            "description": "Team Public Engagement",
            "email": "jeremias.schnyder@geneva.msf.org",
            "website": null,
            "address": null,
            "telephone": "+41 44 385 94 58",
            "mobile": null,
            "twitter": null,
            "facebook": null
        }
    ],
    "author": {
        "first_name": "Jeremias",
        "last_name": "Schnyder"
    },
    "format_version": 5
}