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    "title": "DR Kongo: Kleinkinder sind \u00fcberproportional von Ebola-Krankheit betroffen",
    "modified_at": "2026-10-16 12:17:14",
    "published_at": "2026-10-16 12:17:00",
    "url": "https://msf-switzerland.prezly.com/dr-kongo-kleinkinder-sind-uberproportional-von-ebola-krankheit-betroffen",
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    "slug": "dr-kongo-kleinkinder-sind-uberproportional-von-ebola-krankheit-betroffen",
    "body": "<p><strong>Kleinkinder sind in besonderem Masse Leidtragende der aktuellen Ebola-Epidemie im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Sie stellen einen erheblichen Teil der Infizierten, bei ihnen f&uuml;hrt eine Infektion mit dem Bundibugyo-Virus h&auml;ufiger zum Tod als bei Erwachsenen. &Auml;rzte ohne Grenzen/M&eacute;decins Sans Fronti&egrave;res (MSF) sieht die starke Gef&auml;hrdung von Kindern in der Forschung und bei Eind&auml;mmungsmassnahmen jedoch zu wenig ber&uuml;cksichtigt.</strong></p><p>Laut Epicentre, dem epidemiologischen Forschungszentrum von &Auml;rzte ohne Grenzen, betrifft fast jeder vierte best&auml;tigte Fall in der Provinz Nord-Kivu ein Kind unter f&uuml;nf Jahren. In 13 Prozent der best&auml;tigten F&auml;lle ist es ein S&auml;ugling. In der Provinz Ituri sind 13 Prozent der best&auml;tigten Infizierten Kinder unter f&uuml;nf Jahren und sechs Prozent S&auml;uglinge. </p><p>Im Ebola-Behandlungszentrum von &Auml;rzte ohne Grenzen in Butembo in Nord-Kivu lag die Sterblichkeitsrate bei Kindern zwischen Juni und September 2026 bei 80 Prozent &ndash; die meisten von ihnen waren j&uuml;nger als f&uuml;nf Jahre.</p><p>Die rasche Ausbreitung der Krankheit in den Gemeinden und der eingeschr&auml;nkte Zugang zu spezialisierter Versorgung tragen zu dieser alarmierend hohen Sterblichkeitsrate bei.</p><p><strong>Kinder stecken sich h&auml;ufig in Gesundheitseinrichtungen an</strong></p><p>&laquo;In den Basisgesundheitseinrichtungen fehlt es oft an Fachwissen, Ausr&uuml;stung und den notwendigen Massnahmen zur Infektionspr&auml;vention und -kontrolle, um Verdachtsf&auml;lle zu erkennen und sicher zu behandeln&raquo;, erkl&auml;rt St&eacute;phanie Hoffmann, Projektkoordinatorin von &Auml;rzte ohne Grenzen in Butembo.</p><p>&laquo;Die meisten Kinder, die im Sommer mit Ebolafieber in unser Behandlungszentrum kamen, waren kurz zuvor wegen anderer Erkrankungen in anderen Gesundheitseinrichtungen behandelt worden. Dort haben sie sich sehr wahrscheinlich mit Ebolafieber angesteckt.&raquo;</p><p><strong>Es fehlt an kindgerechten Medikamenten und Forschung</strong></p><p>W&auml;hrend Kinder von der aktuellen Epidemie &uuml;berproportional betroffen sind, werden sie bei der Entwicklung von medizinischen Hilfsmitteln nicht gen&uuml;gend mitgedacht. &laquo;Es fehlen passende Dosierungsempfehlungen und kinderfreundliche Darreichungsformen&raquo;, sagt Guyguy Manangama, Epidemiologe und stellvertretender Einsatzleiter bei &Auml;rzte ohne Grenzen.</p><p>&Auml;rzte ohne Grenzen fordert die nationalen Beh&ouml;rden wie auch die internationalen Forschungseinrichtungen, Arzneimittelentwickler und Geldgeber auf, Kinder zu einer Priorit&auml;t in allen laufenden und zuk&uuml;nftigen Studien zum Bundibugyo-Virus zu machen, um weitere Ansteckungen und Todesf&auml;lle in dieser besonders stark gef&auml;hrdeten Gruppe zu verhindern.</p><p>&nbsp;</p><p><em><strong>Hinweis f&uuml;r Redaktionen:</strong></em></p><p><em><strong>Behandlung:</strong></em><em> Die derzeit laufende Studie EBO-PEP untersucht ein orales antivirales Medikament, Obeldesivir, zur Vorbeugung einer Ebola-Infektion nach einem Hochrisikokontakt. Sollte sich die Behandlung als wirksam erweisen, k&ouml;nnte sie eine praktische M&ouml;glichkeit bieten, Menschen zu sch&uuml;tzen, die k&uuml;rzlich Kontakt zu einem Ebola-Patienten hatten. Zwar wird erwartet, dass die Teilnahmebedingungen der Studie auf einige Kinder ausgeweitet werden, doch bleiben Kinder unter 20 Kilogramm weiterhin ausgeschlossen, da noch keine geeignete p&auml;diatrische Darreichungsform verf&uuml;gbar ist.</em></p><p><em>F&uuml;r die j&uuml;ngsten Kinder besteht die derzeitige Alternative in einer zehnt&auml;gigen intraven&ouml;sen Behandlung &ndash; ein Ansatz, der in Ausbruchsituationen besonders schwer umzusetzen ist und f&uuml;r junge Patient:innen sowie deren Betreuungspersonen eine besondere Herausforderung darstellen kann. </em></p><p><em><strong>Impfung:</strong></em><em> W&auml;hrend die Ergebnisse laufender Studien zur Bewertung von speziell f&uuml;r das Bundibugyo-Virus entwickelten Impfstoffen erst in einigen Monaten erwartet werden, ist ERVEBO&reg; eine sofort verf&uuml;gbare Option. Das Sicherheitsprofil des Impfstoffs ist gut belegt, er ist f&uuml;r die Anwendung bei Kindern ab einem Jahr zugelassen, und die Gesundheitsbeh&ouml;rden in der DR Kongo verf&uuml;gen &uuml;ber umfangreiche Erfahrung mit seinem Einsatz bei Ausbr&uuml;chen. Neue Erkenntnisse deuten zudem darauf hin, dass er einen gewissen Schutz vor dem Bundibugyo-Virus bieten k&ouml;nnte, auch wenn der Grad des Schutzes noch gekl&auml;rt werden muss. In Gebieten mit hohem Risiko einer Ebola-&Uuml;bertragung k&ouml;nnte die Impfung von Kontaktpersonen best&auml;tigter F&auml;lle, einschliesslich Kindern ab einem Jahr, dazu beitragen, schwere Erkrankungen zu verhindern und Leben zu retten.</em></p><div class=\"release-content-contact\" id=\"contact-bc7b4396-3195-4778-8422-abf019449fd8\">\n    \n    <div class=\"release-content-contact__details\">\n        <strong class=\"release-content-contact__name\">Lukas Nef</strong>\n        <em class=\"release-content-contact__description\">Head of Public Engagement, M&eacute;decins Sans Fronti&egrave;res (MSF)</em>\n        <ul class=\"release-content-contact__details-list\"><li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"mailto:lukas.nef@geneva.msf.org\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"lukas.nef@geneva.msf.org\"><svg class=\"icon icon-paper-plane release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-paper-plane\"></use>\n            </svg>lukas.nef@geneva.msf.org</a></li>\n<li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"tel:+41 44 385 94 57\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"+41 44 385 94 57\"><svg class=\"icon icon-phone release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-phone\"></use>\n            </svg>+41 44 385 94 57</a></li></ul>\n    </div>\n</div><p>&nbsp;</p>",
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