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    "title": "DR Kongo: Machthaber in Nord-Kivu behindern Hilfe f\u00fcr \u00dcberlebende sexualisierter Gewalt",
    "modified_at": "2026-11-02 10:37:47",
    "published_at": "2026-11-02 10:37:00",
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    "body": "<p><strong>Die FRN, vormals AFC/M23, haben massive Einschr&auml;nkungen der Hilfsangebote f&uuml;r &Uuml;berlebende sexualisierter Gewalt in Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo verh&auml;ngt.</strong></p><p><strong>Die am Anfang des Jahres erlassenen Regelungen der de-facto-Machthaber in der Provinz hindern Betroffene daran, Unterst&uuml;tzung in Anspruch zu nehmen. &Auml;rzte ohne Grenzen fordert, die Massnahmen unverz&uuml;glich zur&uuml;ckzunehmen und sicheren Zugang zu Hilfe zu gew&auml;hrleisten.</strong></p><p>Durch die Regelungen wird Druck auf medizinisches Personal ausge&uuml;bt, die Zahl der Betroffenen einzuschr&auml;nken &ndash; etwa durch eine deutlich engere Definition von sexualisierter Gewalt. So d&uuml;rfen nur noch Betroffene erfasst werden, die sichtbare Zeichen von Verletzungen haben. Dies setzt &Uuml;berlebende sexualisierter Gewalt medizinisch unn&ouml;tigen und invasiven k&ouml;rperlichen Untersuchungen zum Nachweis von Gewalt aus. \u200b </p><p>Auch wird zur Auflage gemacht, dass &Uuml;berlebende sexualisierter Gewalt sich bei der Polizei melden m&uuml;ssen, bevor sie Hilfe in Anspruch nehmen k&ouml;nnen. Das Zeitfenster f&uuml;r den Anspruch auf Hilfe f&uuml;r Betroffene wurde ausserdem auf 72 Stunden nach dem &Uuml;bergriff beschr&auml;nkt.</p><p><strong>Deutlicher Einbruch der Konsultationszahlen</strong></p><p><strong>&laquo;</strong>Die Krise weniger sichtbar zu machen, l&auml;sst die zugrunde liegende Gewalt nicht verschwinden<strong>&raquo;</strong>, sagt Akke Boere, Leiterin der Projektabteilung von &Auml;rzte ohne Grenzen. <strong>&laquo;</strong>Ein R&uuml;ckgang der gemeldeten F&auml;lle bedeutet nicht, dass sexualisierte Gewalt abnimmt. Es bedeutet lediglich, dass &Uuml;berlebende grosse H&uuml;rden beim Zugang zu sicherer und vertraulicher Versorgung &uuml;berwinden m&uuml;ssen.<strong>&raquo;</strong></p><p>Die Einschr&auml;nkungen haben in von &Auml;rzte ohne Grenzen unterst&uuml;tzen Gesundheitseinrichtungen in Nord-Kivu bereits zu einem drastischen R&uuml;ckgang der Konsultationen von &Uuml;berlebenden sexualisierter Gewalt gef&uuml;hrt. Im Vergleich zu Januar 2026 nahmen im August 41 Prozent weniger Menschen die entsprechende Versorgung in Anspruch. Aus den Gemeinden wird von wachsender Angst davor berichtet, Hilfsangebote zu nutzen. </p><p> <strong>&laquo;</strong>Die Priorit&auml;t muss sein, Hindernisse f&uuml;r die Versorgung zu beseitigen, den Schutz zu verbessern und den Zugang zur Justiz zu st&auml;rken. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen die Bedingungen ver&auml;ndert werden, die es m&ouml;glich machen, dass es zu sexualisierter Gewalt kommt<strong>&raquo;</strong>, sagt Boere. <strong>&laquo;</strong>Die derzeitigen restriktiven Massnahmen sind nicht der richtige Weg, um dies zu erreichen. Sie f&uuml;gen den &Uuml;berlebenden nur weiteren Schaden zu.<strong>&raquo;</strong></p><p><strong>Drohungen gegen medizinisches Personal</strong> </p><p>Mitarbeiter im Gesundheitswesen und Partnerorganisationen haben gegen&uuml;ber &Auml;rzte ohne Grenzen berichtet, dass ihnen mit Suspendierung oder sogar Haftstrafen gedroht wurde, sollten sie sich nicht an die neuen Massnahmen halten. Diese Drohungen schr&auml;nken den ohnehin schon begrenzten Zugang der Menschen zur medizinischen Versorgung weiter ein. </p><p><strong>&laquo;</strong>&Uuml;berlebende sexualisierter Gewalt und das sie versorgende medizinische Personal d&uuml;rfen weder eingesch&uuml;chtert noch gesch&auml;digt werden<strong>&raquo;</strong>, sagt Boere. Auch darf der Zugang zur medizinischen Versorgung niemals von einer Anzeige bei den Beh&ouml;rden oder der Einleitung rechtlicher Schritte abh&auml;ngen.</p><p><em>&Auml;rzte ohne Grenzen leistet derzeit im Osten der DR Kongo medizinische Hilfe in den Provinzen Nord-Kivu, S&uuml;d-Kivu und Ituri und ist eine der wenigen Organisationen, die &Uuml;berlebenden sexualisierter Gewalt in vielen Gebieten sofortige Hilfe anbietet.</em></p><p><em>Im Jahr 2025 wurden mehr als 53 000 &Uuml;berlebende sexualisierter Gewalt in von &Auml;rzte ohne Grenzen unterst&uuml;tzten Einrichtungen in der gesamten DR Kongo versorgt.</em></p><div class=\"release-content-contact\" id=\"contact-ae9a92d1-1794-4158-9710-c177974d2dcd\">\n    \n    <div class=\"release-content-contact__details\">\n        <strong class=\"release-content-contact__name\">Jeremias Schnyder</strong>\n        <em class=\"release-content-contact__description\">Team Public Engagement</em>\n        <ul class=\"release-content-contact__details-list\"><li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"mailto:jeremias.schnyder@geneva.msf.org\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"jeremias.schnyder@geneva.msf.org\"><svg class=\"icon icon-paper-plane release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-paper-plane\"></use>\n            </svg>jeremias.schnyder@geneva.msf.org</a></li>\n<li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"tel:+41 44 385 94 58\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"+41 44 385 94 58\"><svg class=\"icon icon-phone release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-phone\"></use>\n            </svg>+41 44 385 94 58</a></li></ul>\n    </div>\n</div><p>&nbsp;</p>",
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