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    "title": "Syrien: Enorme Versorgungsl\u00fccken im Gesundheitssystem nach Jahren des Konflikts",
    "modified_at": "2026-11-06 16:34:17",
    "published_at": "2026-11-06 16:34:00",
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    "body": "<p><strong>F&uuml;r Millionen Syrer:innen ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung nach Jahren des Konflikts und der Zerst&ouml;rung massiv eingeschr&auml;nkt. Viele medizinische Einrichtungen funktionieren nur teilweise, vielerorts fehlen Medikamente und Personal.</strong></p><p>Der humanit&auml;re Bedarf verlagert sich zunehmend von Gebieten mit Vertriebenen auf Gemeinden mit R&uuml;ckkehrenden und erh&ouml;ht den Druck auf das Gesundheitssystem dort zus&auml;tzlich. Den Vereinten Nationen (UN) zufolge sind seit Dezember 2024 rund 1,8 Millionen Gefl&uuml;chtete und zwei Millionen Binnenvertriebene an ihre Heimatorte zur&uuml;ckgekehrt.</p><p>So auch Mohammad Khaled. Er wurde 2014 aus Salma in der Provinz Latakia vertrieben und lebte etwa zehn Jahre lang in Idlib im Nordwesten Syriens, bevor er zur&uuml;ckkehrte. &laquo;Als wir zur&uuml;ckkamen, herrschte dort Zerst&ouml;rung und Verw&uuml;stung. Es gab keine Kliniken, keine Spit&auml;ler, es gab gar nichts&raquo;, sagte Khaled.</p><p>Grundlegende Versorgungsleistungen werden nur allm&auml;hlich wieder hergestellt, berichtet er. Der Zugang zu medizinischer Hilfe bleibt eine enorme Herausforderung. Nur 39 Prozent der Einrichtungen der prim&auml;ren Gesundheitsversorgung und 59 Prozent der Spit&auml;ler, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Rahmen des HeRAMS-Systems* bewertet hat, sind voll funktionsf&auml;hig.</p><p><strong>Medikamente und medizinisches Personal fehlen</strong></p><p>Erschwert wird der Zugang zur Gesundheitsversorgung dadurch, dass medizinische Einrichtungen oft nicht gut erreichbar sind und Transportmittel fehlen. Hinzukommen Versorgungsengp&auml;sse: Es fehlen Medikamente, aber auch medizinisches Personal. Auch sind die Kosten f&uuml;r Gesundheitsleistungen in Syrien sehr hoch.</p><p>&laquo;Viele unserer Patient:innen sind bei ihrer R&uuml;ckkehr zudem erheblichen Gefahren ausgesetzt, wie beispielsweise Landminen und anderen Sprengk&ouml;rpern. Dies stellt eine zus&auml;tzliche Belastung f&uuml;r ein Gesundheitssystem dar, das durch den jahrelangen Konflikt schwer in Mitleidenschaft gezogen worden ist,&raquo; sagt Lisa Searle, Projektkoordinatorin von &Auml;rzte ohne Grenzen in Syrien.</p><p>Ein Bericht von &Auml;rzte ohne Grenzen (unten verlinkt) dokumentiert, dass im vergangenen Jahr allein in der Region Deir ez-Zor hunderte Menschen durch Landminen und zur&uuml;ckgelassene Sprengk&ouml;rper verletzt wurden. Fast die H&auml;lfte dieser Patient:innen in der von &Auml;rzte ohne Grenzen unterst&uuml;tzten Notfallversorgung im Nationalspital von Deir ez-Zor waren Kinder.</p><p>Um die medizinischen Versorgungsl&uuml;cken zu &uuml;berbr&uuml;cken, unterst&uuml;tzte &Auml;rzte ohne Grenzen in 2026 insgesamt 20 Basisgesundheitseinrichtungen in zehn Provinzen Syriens, unter anderem mit Medikamenten und medizinischem Material, im Labor und bei Schulungen. Die Teams der Hilfsorganisation k&uuml;mmerten sich auch um die Behandlungen von Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck, f&uuml;r die der Zugang zu einer kontinuierlichen Versorgung lebensnotwenig ist. Zwischen Januar und September 2026 wurden in von &Auml;rzte ohne Grenzen unterst&uuml;tzten Gesundheitszentren mehr als 250 000 Konsultationen durchgef&uuml;hrt.</p><p><strong>Millionen Syrer:innen auf humanit&auml;re Hilfe angewiesen </strong></p><p>&Uuml;ber medizinische Versorgung hinaus sind die Menschen in Syrien dringend auf humanit&auml;re Unterst&uuml;tzung angewiesen. Nach Sch&auml;tzungen der UN ben&ouml;tigen 15,6 Millionen Menschen humanit&auml;re Hilfe, viele von ihnen haben nur eingeschr&auml;nkten Zugang zu grundlegenden Versorgungsleistungen wie beispielsweise sauberem Wasser.</p><p>Um sanit&auml;rbedingte Gesundheitsrisiken zu verhindern, unterst&uuml;tzt &Auml;rzte ohne Grenzen Massnahmen im Bereich Wasser- und Sanit&auml;rversorgung in mehreren syrischen Provinzen &ndash; von der Instandsetzung von Wasserstationen und Bohrl&ouml;chern bis hin zur Wasseraufbereitung und -notversorgung.</p><p>&laquo;Was wir in Syrien dringend brauchen, sind bedarfsorientierte humanit&auml;re Hilfe und die Sicherung grundlegender medizinischer Versorgung im gesamten Land. Dies muss Vorrang haben vor verfr&uuml;hten Debatten &uuml;ber die R&uuml;ckkehr von Syrer:innen. Viele Orte sind schlicht komplett unterversorgt,&raquo; sagt Jutta Segel, Expertin f&uuml;r humanit&auml;re Krisen bei &Auml;rzte ohne Grenzen Deutschland.</p><p><strong>Interviews</strong> und <strong>Hintergrundgespr&auml;che</strong> zur Lage in Syrien sind auf Anfrage m&ouml;glich.</p><p><em><br>\u200b*HeRAMS ist ein standardisierter, softwaregest&uuml;tzer Ansatz der WHO, mit dem Gesundheitseinrichtungen, deren Leistungen und Ressourcen in humanit&auml;ren Krisenkontexten erfasst und analysiert werden.</em></p><a href='https://cdn.uc.assets.prezly.com/c9758033-e8cc-4fcb-a90b-e284f4959cd7/-/inline/no/bericht-msf-english-explosive-remnants-of-war-lasting-harm-in-deir-ez-zor-syria.pdf' class='release-content-attachment' id='attachment-c9758033-e8cc-4fcb-a90b-e284f4959cd7' data-type='attachment' data-track='Story File Download' data-placement='content' data-id='c9758033-e8cc-4fcb-a90b-e284f4959cd7'>\n    <span class='release-content-attachment__icon'>\n        <svg class=\"icon icon-download\">\n                <use xlink:href=\"#icon-download\"></use>\n            </svg>\n    </span>\n    <span class='release-content-attachment__details'>\n        <strong class='release-content-attachment__title'>Bericht MSF (English) - Explosive Remnants of War - Lasting Harm in Deir Ez-Zor Syria.pdf</strong>\n        <em class='release-content-attachment__subtitle'>2 MB</em>\n    </span>\n</a><div class=\"release-content-contact\" id=\"contact-3588ab6b-4ed2-4278-bf24-68a2c61cc2c4\">\n    \n    <div class=\"release-content-contact__details\">\n        <strong class=\"release-content-contact__name\">Jeremias Schnyder</strong>\n        <em class=\"release-content-contact__description\">Team Public Engagement</em>\n        <ul class=\"release-content-contact__details-list\"><li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"mailto:jeremias.schnyder@geneva.msf.org\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"jeremias.schnyder@geneva.msf.org\"><svg class=\"icon icon-paper-plane release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-paper-plane\"></use>\n            </svg>jeremias.schnyder@geneva.msf.org</a></li>\n<li class=\"release-content-contact__details-list-item\"><a href=\"tel:+41 44 385 94 58\"  class=\"release-content-contact__details-list-item-link\" title=\"+41 44 385 94 58\"><svg class=\"icon icon-phone release-content-contact__details-list-item-icon\">\n                <use xlink:href=\"#icon-phone\"></use>\n            </svg>+41 44 385 94 58</a></li></ul>\n    </div>\n</div><p>&nbsp;</p>",
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