Sudan: Drohnenangriffe in Darfur - 56 Verletzte versorgt

Flashquote Muriel Boursier, Notfallkoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen in Darfur

«Nach fünf Drohnenangriffen der sudanesischen Streitkräfte (SAF) haben die Teams von Ärzte ohne Grenzen in Darfur innerhalb von weniger als 24 Stunden 56 Verletzte versorgt. Zwei Personen verstarben bei den Angriffen. In West-Darfur behandelten Teams von Ärzte ohne Grenzen im Ausbildungsspital von El Geneina 25 Menschen, darunter vier Kinder, die am Sonntagabend bei einem Angriff in der Nähe der Stadt verletzt worden waren. Nach einem Drohnenangriff auf den belebten Markt von Tululu am Montagmorgen, nahmen unsere Teams weitere drei Personen auf, die bei dem Angriff verletzt worden waren.

In Zentral-Darfur behandelten Teams von Ärzte ohne Grenzen im Zalingei Ausbildungsspital 28 Verletzte nach vier Drohnenangriffen in der Region. Zudem wurden zwei Todesfälle gemeldet.

Der Sudan steht vor dem vierten Kriegsjahr. Derweil zeugen diese Angriffe der sudanesischen Streitkräfte von völliger Missachtung von Zivilist:innen. Menschen werden auf Strassen und auf Märkten getötet, nirgendwo ist es sicher. Seit Jahren greifen beide Konfliktparteien Zivilist:innen an und töten sie. Dieses Ausmass an Gewalt und Leid muss jetzt aufhören.

Die humanitäre Krise im Sudan ist eine der grössten weltweit. Seit drei Jahren leiden Zivilist:innen unter extremer Gewalt, die jeden Aspekt ihres Lebens betrifft. Ärzte ohne Grenzen ist in neun Bundesstaaten im Sudan tätig. Die Teams reagieren auf Notfälle und leisten lebenswichtige medizinische Hilfe. Wir fordern die Konfliktparteien im Sudan erneut auf, die Zivilbevölkerung zu schützen.»

Yvonne Eckert

Press Officer, Médecins Sans Frontières (MSF)

 

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