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Südsudan: Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF) behandelt 125 Frauen und Mädchen nach massiver sexueller Gewalt

Südsudan: Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF) behandelt 125 Frauen und Mädchen nach massiver sexueller Gewalt

Seit dem 19. November sind 125 Frauen und Mädchen nach schwerer sexueller Gewalt in der Klinik von MSF in Bentiu im Norden des Landes medizinisch und psychologisch behandelt worden. Sie waren seit dem 19. November in der Region Rubkona vergewaltigt, geschlagen und misshandelt worden.

„Frauen und junge Mädchen sind in der vergangenen Woche massenhaft in unsere Klinik gekommen, nachdem sie schreckliche sexuelle Gewalt überlebt hatten“, sagt Ruth Okello, Hebamme von MSF. „Einige Mädchen sind jünger als 10 Jahre alt, manche Frauen sind älter als 65. Selbst schwangere Frauen wurden von diesen brutalen Angriffen nicht verschont.“

Die Überlebenden wurden nicht nur vergewaltigt, sondern auch mit Stöcken oder Gewehrkolben geschlagen. Sie wurden auch um Geld, Kleidung, Schuhe sowie sämtlicher Habseligkeiten beraubt. Sogar ihre Rationskarten für die Verteilung von Lebensmitteln haben ihnen die Angreifer genommen und zerstört. 

Die Häufung sexueller Gewalt geschieht vor dem Hintergrund stärkerer Bevölkerungsbewegungen. Die Menschen versuchen, die Lebensmittelstellen in der Region zu erreichen. Frauen sagen, dass sie sich aus Sicherheitsgründen in grösseren Gruppen bewegen, aber im Gegenzug werden sie Opfer von immer grösseren Gruppen aggressiver Angreifer.

„In mehr als drei Jahren Arbeit im Südsudan habe ich noch nie einen so dramatischen Anstieg der Zahlen von Überlebenden sexueller Gewalt erlebt“, sagte Okello. „Wir haben in den ersten 10 Monaten dieses Jahres 104 Überlebende sexueller Gewalt behandelt, allein in der vergangenen Woche waren es 125.“

„Kinder, Frauen und Männer aus der verwüsteten Provinz Rubkona brauchen dringend Sicherheit und Schutz, um Nahrungsmittel und andere humanitäre Hilfe erhalten zu können“, sagte Akke Boere, die Leiterin der Projektabteilung für den Südsudan. „Diese schrecklichen Angriffe zeigen, dass sie weiterhin in einer extrem gewalttätigen und unsicheren Umgebung leben.“

Kontakt
Louisa Bühler Media Coordinator, Team Medien/Events (Assistant)
Lukas Nef Communications Officer, Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF)
Louisa Bühler Media Coordinator, Team Medien/Events (Assistant)
Lukas Nef Communications Officer, Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF)
Über Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF)

MSF ist eine unabhängige medizinische Hilfsorganisation. MSF hilft Menschen in Not, Opfern von Naturkatastrophen sowie von bewaffneten Konflikten - ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, religiösen oder politischen Überzeugung oder ihres Geschlechts.


1999 erhielt MSF den Friedensnobelpreis.

Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF)
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