UKRAINE: Eine lebensrettende Behandlung wird für die Patienten bereitgestellt, die sie am dringendsten benötigen.

UKRAINE: Eine lebensrettende Behandlung wird für die Patienten bereitgestellt, die sie am dringendsten benötigen.

Unter dem internationalen Hepatitis-Tag betont MSF seine Projekte in der Ukraine zu Hepatitis C und fordert erschwinglichere Medikamente und Diagnoseuntersuchungen, um den Patienten besser helfen zu können, sich von der Krankheit zu erholen.

Samstag, 28. Juli 2018 — Seit Dezember 2017 behandelt MSF in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium Patienten mit Hepatitis C in der Region Mykolaiv im Süden der Ukraine. Trotz der Tatsache, dass Hepatitis C heilbar ist, war die Behandlung aufgrund des Mangels an erschwinglichen Medikamenten und Diagnoseuntersuchungen im Land nicht ohne weiteres möglich. Etwa 5% der Bevölkerung in der Ukraine ist nach wie vor von der Krankheit betroffen.

Zur Betonung der Notwendigkeit einer wirksamen Hepatitis-C-Behandlung und zur Förderung eines besseren Zugangs zur Behandlung in der Ukraine wollten wir diesen Herausforderungen ein menschlicheres Gesicht verleihen, indem wir die Patienten, ihren Alltag, die Auswirkungen der Hepatitis-C- und HIV-Koinfektion auf ihr Leben, ihre Kämpfe um die Hepatitis-C-Behandlung und die anderen Schwierigkeiten, denen sie im Hinblick auf eine Heilung und eine bessere Zukunft ausgesetzt sind, vorstellen.

In seinem Projekt verwendet MSF die Medikamente Daclatasvir und Sofosbuvir, die nur begrenzte Nebenwirkungen haben und Patienten in so kurzer Zeit wie 12 Wochen heilen können. Die Patienten erhalten auch psychosoziale Unterstützung und Information über Hepatitis C, um gesundes Verhalten zu fördern und die Behandlungseinhaltung zu verbessern und gleichzeitig gegen Stigmatisierung und Diskriminierung zu kämpfen.

Diese Initiative ist in der Form einer „exposure page“ zugänglich, die sich auf den täglichen Kampf unserer Patienten mit der Krankheit konzentriert: https://msf.exposure.co/out-of-darkness

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Weltweit haben mindestens 71 Millionen Menschen chronische Hepatitis C. Unbehandelt kann es zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen und Hepatitis C tötet jedes Jahr mehr als 700.000 Menschen.

Hepatitis C kann auch soziale und wirtschaftliche Folgen für die Menschen mit sich bringen - die Krankheit, insbesondere wenn der Patient mit HIV koinfiziert ist, wird sehr stark stigmatisiert. Viele werden von ihren Gemeinden diskriminiert, und viele verlieren ihren Arbeitsplatz aufgrund ihres Gesundheitszustandes. Die psychologischen Auswirkungen, insbesondere wenn keine Behandlung zur Verfügung steht, sind weitreichend. Hepatitis C ist heilbar und dürfte die Patienten und ihre Familien nicht mehr belasten.

 

Credits photo: Aleksandr Glyadyelov/MSF

Anaïs Ludolph Media Coordinator at Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF)
Etienne Lhermitte Media Officer at Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF)